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Paula Bioc Gasser: consciderazions de na funzionara dla SVP
scrit ai 27 November 2003 da les 14:26:26 da noeles

Politica

 

Bioc-Gasser: "Ich verstehe die Welt nicht mehr"

Consciderazions de na funzionara dla Svp dla Val Badia/San Martin de Tor 

Jetzt sind die Wahlen vorbei und ich verstehe die Welt nicht mehr. Vielen die sich heute brüsten ein Quantum Stimmen mehr zu haben als der Kollege, möchten bedenken, dass sie viele Stimmen bekommen haben, weil sie mitgewählt worden sind, es ist nicht alles ihr eigenes Verdienst.



Ich war vor 30 Jahren Mitgründerin einer Bürgerinitiative, die sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Verband mit über 3000 Mitgliedern entwickelt hat (1974). Wir protestierten damals gegen Willkür, Diktatur und Ungerechtigkeiten der Landesregierung. Ich wurde damals zur Präsidentin gewählt. Wie organisierten bereits damals eine Protestkundgebung mit über tausend Leuten vor dem Landhaus, damals ein absolutes Novum, ja sogar ein Skandal. 1978 bereiteten wir die Landtagswahlen vor und ich sollte für meine Vereinigung kandidieren. Der damalige Landeshauptmann Magnago bat mich wiederholt um einen Termin und eines Tages, zusammen mit 2 Pustertaler - Gemeinderätinnen (Meine Mitglieder) hatten wir ein ausführliches Gespräch, bei welchem uns Magnago von ganzen Herzen bat, dass wir in der delikaten Phase der Autonomieverhandlungen nicht streiten dürften, wir müssten uns geschlossen zeigen vor dem Staat, andere würden sich darüber nur freuen usw. Ich habe das damals schweren Herzens eingesehen, weil mir in erster Linie unser Land, unsere Autonomie, unsere Rechte gegenüber dem Staat, wichtiger schienen. Nach schriftlichen Versprechungen seitens des damaligen Landeshauptmannes ( darunter auch die Einrichtung eines Volksanwaltes) habe ich meine persönliche politische Karrierepläne aufgegeben und mich zurückgezogen.

Ich wurde Mitglied der SVP und habe seitdem mit Idealismus und Begeisterung „ehrenamtlich“ mitgearbeitet. (Ich habe meine reichlichen Kritiken immer intern in der Partei eingebracht und mir dadurch nicht immer Sympathien verschafft).

Vorrangig war für mich in diesen langen Jahren immer Zusammenhalt nach außen – das Image vor dem „Gegner“! Als SVP-Funktionärin habe ich, in der Vorwahlzeit massiv Wahlwerbung betrieben, ich nahm mir wirklich Zeit dazu. Ich habe versucht die Wähler zu überzeugen, wie wichtig es ist, dass wir als Südtiroler zusammenstehen, um gegenüber allen Autonomiegegnern und versuchen diese Autonomie zu demontieren, stark aufzutreten, damit alle sehen, dass es da gar keine Chance gibt, unsere Rechte schmälern zu können. Ich habe während der Wahlwerbung viel Kritik über die SVP und manche Mandatare hören müssen, aber immer wieder wurde mir gesagt, den Durnwalder ja, den wählen wir, weil er einmalig ist  und um ihn werden wir beneidet. . . , wenn es bei uns besser geht als andersorts, so ist es ein Verdienst usw., wenn er so weitermacht dann wird es schon passen. ( Das gleiche werden die Italiener gedacht haben wenn sie die Stimme der SVP gegeben haben, ein Beweis dass sie Vertrauen haben und die geleistete Arbeit anerkenne.
Jetzt sind die Wahlen vorbei und ich verstehe die Welt nicht mehr. Vielen die sich heute brüsten ein Quantum Stimmen mehr zu haben als der Kollege, möchten bedenken, dass sie viele Stimmen bekommen haben, weil sie mitgewählt worden sind, es ist nicht alles ihr eigenes Verdienst.
Ich muss zusehen, wie einige gewählte Mandatare mit ihrem Verhalten die Einheit und Geschlossenheit der Partei aufs Spiel setzen, für die ich, wie viele andere Funktionäre und Funktionärinnen, gearbeitet habe. Sogar Mitglieder (Prominente) schaffen durch ihre Reaktionen die Möglichkeit, damit genau JENE, welche immer schon versucht haben, italienische Parteiverhältnisse zu schaffen, hoffen können, dass es nun endlich dazu kommt...JENEN ist es niemals gelungen und nun sind es unsere eigenen Tiroler welche (ohne es zu wollen, hoffe ich) die Voraussetzungen schaffen, dass unsere „satte“ und von allen beneidete AUTONOMIE doch noch ins Wanken kommen könnte. 

Was die Frauen anbelangt, so bin ich der Meinung, dass auch sie in erster Linie die Geschlossenheit und Stärke der Partei vor Augen haben müssen, so wie sie sich , wie die Männer auch, schriftlich verpflichtet haben um aufgestellt zu werden. Wenn es um Bezirksforderungen geht und die Partei um des Friedens willen das Burggrafenamt berücksichtigt (mit einer Frau) so sehe ich darin nicht diese furchtbare Ungerechtigkeit.
Nun diffamieren Frauen – Frauen, unsere SVP-Frauen machen Koalitionen mit der  Opposition um sich gegen eine andere Frau (die ich nicht kenne) zu behaupten. Ich als Frauenvertreterin muss mir jetzt immer wieder sagen lassen „nie mehr im Leben werde ich eine Frau wählen ....“, auch viele Frauen machen Aüßerungen, dass sie enttäuscht sind . . ., - ich selbst bin es auch! Und  ich möchte mich von den ganzen Polemiken und dieser Vorgangweise distanzieren. Ich wünsche den SVP-Frauen, dass sie zu einer zufrieden stellenden Einigung mit den SVP Männern kommen, ich möchte Ihnen ans Herz legen, nicht die von Männer und Frauen geleistete Parteiarbeit zu übergehen und ich möchte bitten, daran zu denken, dass man konstruktive Politik, nicht im Kampf (oder gar Krieg) gegen Männer, sondern politisch versiert, sich Anerkennung verschaffend, weise und zusammenarbeitend machen kann.

Es wird sogar darüber gemunkelt (auch geschrieben) dass gewisse Kräfte die Frauen dazu benutzen um den Landeshauptmann die Lust zur Politik zu vergällen (ich kann es nicht glauben, dass Frauen sich dafür hergeben würden) , es könnte aber auch sein, denn letzthin wurde immer wieder versucht alles schlecht zu machen, was er getan hat, sogar die morgendlichen Sprechstunden wurden kritisiert, obwohl wir ihm dafür sehr dankbar sind, viele Stimmen hat er bestimmt grade deshalb bekommen (und alle Mandatare sich ein Beispiel hätten nehmen können). Das ganze Spiel ist unwürdig.  Sollte es wirklich darum gehen, so möchte ich wirklich alle Spitzen-Funktionäre, ganz besonders die Drahtzieher, fragen, ob sie bedenken was aus der Volkspartei werden wird, wenn es anfängt zu bröckeln und ich möchte sie bitten, daran zu denken, dass(wenn auch von manchen der Herren vielleicht, schmunzelnd, als Unterhaltung beobachtet wird was zur Zeit passiert) dass vielleicht ein nicht wieder gutzumachender Schaden für unsere Partei entsteht. Glaubt man wirklich, die Partei hätte in Zukunft weiter das gleiche Stimmenpotenzial und alles geht mit Glanz und Glorie weiter.

Bitte denkt darüber nach, - denkt weiter. – denkt voraus!
 
Ich bete zum lieben Gott, dass er unseren Landeshauptmann gesund und energiegeladen erhält, damit er für unser aller Wohl weiterarbeiten kann.

Herr Landeshauptmann, lass dir nicht die Freude und die Tatkraft nehmen,  denn die 110.000 die dich gewählt haben stehen auf deiner Seite und hoffen dass du dem Land Südtirol noch lange erhalten bleibst, und hoffentlich auch das nächste mal wieder kandidierst. 

Paola Bioc -Gasser
SVP-Gebietsfrauenreferentin des Gadertales
SVP-Ortsobfrau St. Martin i.T.  - Gadertal, 27. November 2003


 
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