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Cie che i autri scriv: tla FF da en chest'edema
scrit ai 23 October 2003 da les 14:47:26 da noeles

Politica

 

"Ladiner werden heilig"

FF rejona con Carlo Willeit (LADINS), Florian Mussner (Svp) y Leander Moroder (Verc) - intervista  publicheda tla FF di 22 de otober 2003

Ladiner: Die ladinische Frage hat parteipolitische Unterschiede. Wollen sich die Ladiner selber vertreten, wie viel tut dafür die SVP und wie viel Platz haben neben der ethnischen Frage andere Themen. Darüber diskutieren der Grünen-Sprecher Leander Moroder, Landesrat Florian Mussner und der Ladins-vertreter Carlo Willeit.

ff: Die Ladins feiern ihr Zehnjähriges. Haben die anderen Ihnen gratuliert?
Carlo Willeit (lacht): Nein. Das haben wir nicht erwartet. Leander Moroder: Wir feiern das 25-Jährige. Uns hat auch niemand gratuliert. Wir haben es uns auch nicht erwartet.

Mateo Taibon dla Lia per popui manacés enjonta: L assessour cherdé da defora, Mussner, miena che al aude per l "prum iade" che mass-media ladins vegn metus sot a prescion. Do l mote ne audel nia sies paroles canche al fej sies telefonedes. Ie naouta son ence desponù de jì dant a signoria per testemonié che al vegn fat prescions. Mussner vuel aspeté per la Union Generela a vedei cie che la provinzia de Belun fej. Con chest astilament se refej Mussner a chela ideologia che vegn tres endò definida anti-minoritara, nazionalistica, sce nia fascista, da sie partì. Fat él naouta che anter les unions che damana do contribuc fora dla ola dles coutes (vuel dì nostes coutes y nosc scioldi y nia dla Svp) n'él vegnù sclut fora does: la Union Generela di Ladins y la Union Scritours Ladins Agacins. Al mess vegnì sotlinié che sot a Bruno Hosp ne él mai vegnù bloché contribuc che fova vegnus conzedus da la Consulta. A la soula Union che se empegneia per superé la tripartizion fascista ti végnel tout l contribut. Degugn ne pò nié che chest ne sie nia na declarazion ideologica dl assessour Mussner.



Es heißt: Die Ladiner müssen zum Trog. Das heißt, SVP wählen? Florian Mussner: Im Artikel eins des SVP-Statuts steht klar, sie ist die Partei der Deutschen und der Ladiner. Das hat die SVP bewiesen. Wir sind Teil der SVP, können mitmachen, reden, gestalten. Auf Druck der SVP sind die Ladiner durch den Vizepräsident im Regionalrat und im Provinzialrat vertreten und in die Landesregierung berufen worden. Die Ladiner müssen nicht zum Trog gehen, sie gehören dazu.

War die Berufung des Landesrates von außen eine parteipolitische oder eine minderheitenpolitische Maßnahme? Mussner: Das war eine Maßnahme, die die Ladiner gestärkt hat. Moroder: Der SVP ist es mehrmals nicht gelungen, ihren Kandidaten direkt wählen zu lassen. Daher hat man das System erfunden. Das hat nichts mit der Person Florian Mussner zu tun. Das war ein Noteingang, den man sich geschaffen hat. Eindeutig eine parteipolitische Maßnahme. Willeit: Die Ladiner müssen sich selber vertreten. Auch die SVP sucht sich in Rom ihre Partner. Es wäre dasselbe, wenn es dort hieße: Sie können sich von der Partei von Berlusconi vertreten lassen. Dann bekommt ihr alles leichter. In der SVP können die Ladiner ihre Sachen nicht durchbringen. Verwaltungssprache, Fernsehen, erinnern Sie sich an das Wahlgesetz mit der 2,8-Prozent-Hürde? Die SVP hat die Entmündigung der Ladiner versucht. Ohne mit der Wimper zu zucken. Die wollen unsere Beschützer sein? Die Berufung von außen wurde ohne Konsens mit dem gewählten Vertreter im Landtag durchgezogen. Das ist in einem demokratischen System gar nicht möglich.

Herr Mussner, Sie waren 1998 noch Bankdirektor, als die Wahlhürde von 2,8 Prozent beschlossen wurde. Bevor das Verfassungsgericht diese für verfassungswidrig erklärte: Wie sahen Sie die Diskussion? Mussner: Man sollte das alles nochmal diskutieren. Willeit: Haben Sie keine Sorge, das Wahlgesetz mit Hürde wird das erste, über das der neue Landtag diskutieren wird. Mussner: Ich bin der Meinung, dass man eine Hürde einbauen muss. Dazu stehe ich.

Auch wenn es für Kleinparteien das Aus bedeutet? Mussner: Was die Ladiner anbelangt, glaube ich nicht, dass das eine Entmündigung ist. Die Ladiner müssen nicht selber eine Partei haben, nur damit es dann heißt, es gibt Ladiner erster und zweiter Kategorie... Willeit:... die Ladiner müssen selber gestalten können. Mussner: Das können Sie schon. 60 Prozent, ich gehöre da dazu, sind der Meinung, dass wir mit der Südtiroler Autonomie weitergehen können, müssen und wollen. Moroder: Es geht darum, dass jeder einer Partei beitreten kann, die ihm politisch liegt. Zentral ist die Frage, ob er dort seine Anliegen einbringen kann. In einer großen Partei wie die SVP hat nur einer was zu sagen. Ein Mussner oder Stuflesser, wie immer er heißt, hat es schwer, etwas zu bewirken. Es ist legitim, dass es jemand versucht, genauso, dass es eine ladinische Partei gibt. Es gibt noch andere Möglichkeiten. Für mich sind das die Grünen. Willeit: Ich spreche niemandem ab, sich anderen anzugliedern. Ich spreche der ladinischen Gemeinschaft aber das Recht und die Pflicht zu, volljährig zu sein, sich selber eine eigene Organisation für die eigenen Interessen zu geben. Auch wenn die grundverschieden sind. Das zeigte sich bei der Statutenreform. Wir forderten zwei ladinische Landtagsabgeordnete, nach dem Verhältnis einer zu zwölftausend Bürgern. Wir Ladiner haben das Verhältnis eins zu zwanzigtausend. Anstatt als Minderheit eine Übervertretung zu haben, haben wir eine Untervertretung. Dasselbe ist: Das Ladinische wird im Statut nicht als Landessprache anerkannt. Bitte warum nicht?

 Ladinisch ist nicht Verwaltungssprache. Ladinisch fehlt sonst auch oft: die Ortsnamen auf den Sad-Bussen der ladinischen Täler... Willeit: Trotz der Beschlüsse, die das vorsehen. Mussner: Herr Willeit verlangt immer Dinge, die die Volkspartei selbst durchbringen will. Willeit: Nein, nein, nein. Wir verlangen schon seit 1980, dass ein Ladiner auch Landeshauptmann werden kann. Und Sie? Mussner: Man muss Sachen verlangen, die möglich sind, und nicht philosophieren. Willeit: Sind Rechte eine Philosophie? Mussner: Nein, Rechte sind keine Philosophie. Aber ich frage mich, was Sie in den Jahren konkret gemacht haben. Willeit: Alles, was gemacht wurde. Sonst wäre gar alles liegen gelieben. Mussner: Die SVP hat schon vor Ihrer Zeit bewiesen, dass sie was für die Ladiner macht. Willeit: Warum sind wir dann in allem so spät dran? Mussner: Weil wir uns manchmal nicht ganz einig waren. Und warum waren wir uns nicht einig? Willeit (lacht): Sie wollen sagen, die Ladins sind böse? Mussner: Nein, die Ladins sind überhaupt nicht böse. Warum sind die Ladiner in einigen Dingen später dran? Mussner: Wir sind nicht später dran. Willeit: Ach nein? Die Sprache und die politische Vertretung? Mussner: Man kann einen Landtag nicht nur aus arithmetischen Mitteln festlegen. Willeit: Wo sind Radio und Fernsehen? Mussner: Sie haben gesagt, dass Sie etwas gemacht haben. Dabei wissen wir, der Landeshauptmann hat was gemacht. Willeit: Alle fünf Jahre hat er die Konvention unterschrieben, ohne uns. Moroder: Der Grund des Übels ist, dass die Ladiner laut Statut viele Rechte nicht haben. In einem System, das auf Proporz beruht, wird eine Minderheit von vier Prozent immer Nachteile haben. Ein Ladiner kann heilig gesprochen, er kann Staatspräsident werden, aber er darf nicht Landeshauptmann werden. So sieht die Realität aus. Da muss etwas geändert werden. Willeit: Glauben Sie nicht, dass die Minderheit ein Recht haben soll, an der Regierung teilzunehmen?

      Das wurde mit Landesrat Mussner erfüllt. Willeit: Aber er ist ja nur berufen und nicht gewählt. Moroder: Machen wir das absurde Beispiel, Willeit und Moroder werden gewählt. Keiner ist von der SVP, aber durch das Statut kommt einer von uns beiden doch in die Landesregierung. Ob man einem Nicht-SVPler Kompetenzen gibt, ist zu bezweifeln. Ohne Kompetenzen aber ist man nicht in der Lage, die Interessen der Ladiner zu vertreten. Das ist ein demokratisches Problem. Mussner: Sie sagen immer, ich sei nur berufen worden. Ich bin von einer großen Mehrheit im Landtag gewählt worden. Institutionell ist bei mir nichts zu rütteln. Willeit: Die SVP gab Ihnen einundzwanzig Stimmen. Außerdem haben Sie die Stimmen von Alleanza Nazionale bekommen. Damit war die absolute Mehrheit gegeben. Mussner: Ist das eine Schande? Willeit: Das Einverständnis des ladinischen Vertreters im Landtag wurde nicht gegeben. Es gab kein Gespräch, auch nicht über ein minimales gemeinsames Programm für eine Zusammenarbeit.

      Zurzeit warten einige Kulturvereine auf ihre Beiträge. Gibt es einen Zusammenhang mit den Wahlen? Mussner: Union di Ladins des Gadertales und Grödens haben jeweils 34.000 Euro bekommen. Bei der Union Generela von Belluno, Trient und Bozen, da habe ich mir die Frage erlaubt, ob Belluno auch zahlt. Südtirol hat immer bezahlt, aber Belluno hat in den letzten fünf Jahren an den Verein keine Beiträge gezahlt.

      Was wird aus dem ladinischen Tempel, der Cësa di Ladins? Moroder: Für uns ist die Cësa symbolträchtig. Sie wurde mit Geldern gebaut, die aus Rom kamen. Daher haben die SVP-Ladiner die Cësa nie geliebt. Um das Haus jetzt umzubauen, hat sich der Trägerverein Union Generela an das Land gewandt. Die Antwort war, jener Teil, der umgebaut werden soll, muss ans Land gehen. Natürlich hat sich der Verein gewehrt. Wenn jede Firma, jede Aufstiegsanlage Beiträge bekommt, ohne deshalb etwas abtreten zu müssen, warum dann nicht auch der Dachverband der ladinischen Kulturvereine? Mussner: Eine Lösung hätte es gegeben. Die hat gut ausgeschaut, bis Herr Willeit intervenierte. Wir waren dagegen, dass man 20 Milliarden Lire ausgibt. Wir suchten einen Weg, damit fünf Milliarden reichen. Willeit: Ich habe interveniert, als im Haushalt 2002 kein Geld vorgesehen war. Der ladinische Vertreter hat das Recht und die Pflicht, für ladinische Belange im Haushalt zu intervenieren. Leider Gottes hat man dieses Recht dem ladinischen Vertreter abgesprochen. Dabei wollte ich nur so viel Geld, damit sie den Umbau zumindest planen können, 500.000 Euro. Eine Nullität! Sie, lieber Herr Landesrat, haben nicht geholfen. Mussner(lacht): Wenn man bei 500.000 Euro von einer Nullität spricht, habe ich meine Probleme. Wenn man eine Planung angeht, sollte man den Schritt allein schaffen. Ist das falsch? Willeit: Außerdem wurde der Plan für eine neue Cësa von 20 Milliarden Lire nicht vom Verein, sondern von der Gemeinde gemacht. Mussner: Wenn man dem Plan der Gemeinde und der Landesregierung gefolgt wäre, gäbe es wahrscheinlich schon ein neue Cësa. Moroder: Leider hat der Landesrat damit den größten politischen Fehler gemacht, indem er die Idee aufgegriffen hat. Mussner: Die Usc hat im Jahr 2000 an die 43.000 Euro Beitrag bekommen, dann 43.800 Euro und 2002 gab es 75.000 Euro. Sie wollen immer noch sagen, die Usc würde nicht geliebt?

      Es ist bekannt, dass die ladinischen Medien unter Druck gesetzt werden. Die Usc, auch andere Medien. Mussner: Das höre ich heute zum ersten Mal. Ich komme in der Usc sehr oft vor. Das hängt nicht mit der Beitragsvergabe zusammen. Vielleicht, weil ich da mal mitgearbeitet habe. Moroder (lacht): Ich sehe den Landesrat sehr viel öfter im Fernsehen und in der Usc als die Grünen. Vielleicht sollte ich da auch einmal anrufen. Willeit: Die Sache mit der Cësa muss geklärt werden. Die Episode im Haushalt versucht man politisch auszuschlachten. 20 Milliarden Lire für den Umbau der Cësa sind auch mir zu viel. Aber dass Teile an das Land abgegeben werden sollen, da bin ich dagegen. Es sei denn, es wird freiwillig gemacht. Mussner: Wir haben nie einen Besitz verlangt. Wir wollten auf einem Stück Grund bauen. Die Generela musste nur den Grund zur Verfügung stellen. Dann würde das Museum gebaut, das dann der Gemeinde oder der Bezirksgemeinschaft gehören soll. Moroder: Ja, aber warum? Mussner: Weil das überall so ist, wir brauchen nur ins Gadertal zu schauen. Moroder: Da hat das Land den Grund gekauft, das ist doch ein großer Unterschied. Mussner: Es gibt immer wieder Situationen, wo jemand Grund für eine Schule abgibt. Moroder: Der wird dann enteignet. Willeit: Das ist eine Überrumpelung. Mussner: Es gibt auch den Vorschlag, einen anderen Standort für das ladinische Museum zu suchen. Herr Willeit und Herr Moroder glauben, wir wollen Besitz machen... Moroder: Das ist so, denn die SVP will den Verein bevormunden. Willeit: Das ist die Wirklichkeit. Mussner: Ihr müsst schon ein bissl korrekt sein und nicht so populistisch daherreden. Ein Problem kann man auch so anschauen: Was kann man daraus machen. Moroder: Was wäre dabei, wenn ein ehrenwerter Verein als Besitzer des Gebäudes einen Beitrag erhält?

      Wo könnte man noch ein Museum bauen? Mussner: Es gibt andere Häuser in St. Ulrich, die geeignet wären. Moroder: Ich muss noch etwas zum Abgeordneten Willeit sagen: Sie sind so entsetzt, weil Ihr Vorschlag in der Haushaltsdiskussion nicht angenommen worden ist. Nach 13 Jahren Gemeinderat sag ich: Die Vorschläge der Minderheit kommen meist unter die Räder. Das ist doch nicht neu. Ich wundere mich, dass Sie sich so ereifern. Willeit: Weißt du warum? Weil das Statut von 1972, ein gutes Werk, dieses Recht dem Volke und nicht nur politischen Vertretern zuschreibt.

Warum gibt es keine ladinische Talschaft? Moroder: Der Gemeinderat von St. Ulrich fordert in einem Beschluss schon lange eine Talschaft. Doch blieb er damit allein. Willeit: Es hat schon viele Anträge gegeben. Und es ist immer noch aktuell. Mussner: Ich denke, dass das noch nie konkret angegangen wurde.

Drückt das die Zerrissenheit der Ladiner aus? Mussner: Wir sind nicht zerrissen. Probleme gibt es erst, seitdem es die Ladins gibt. Moroder: Probleme für die Volkspartei? Mussner: Für die SVP überhaupt nicht. Willeit: Dann muss ich dir danken, dass wir so stark sind, dass wir alles beeinflussen können. Aber du sagst eine Frechheit. Moroder: Probleme in Ladinien gibt es nicht erst seit es die Ladins gibt, sondern auch seit es die SVP gibt. Die beiden führen einen Frontenkampf, so dass alle anderen Probleme unter die Räder kommen. Verkehr, Urbanistik, die Ortsbilder werden verschandelt. Wir kommen in der Architektenzeitschrift Babylon als Negativbeispiel vor. Wir Grünen kümmern uns allein darum. Willeit: Die Fragen des Umweltschutzes sehe ich nicht als trennendes, sondern als vereinendes Element. Vielleicht suchen wir andere Lösungen. Wir, als Volkspartei im Sinne von La Loggia, haben viele andere Themen auch zu vertreten. La Loggia hat die SVP als "partito popolareì bezeichnet. Und das sind wir für die Ladiner. Moroder: Da habt ihr für alles Befürworter und Gegner. Willeit: Wir sind für eine Beruhigung der Pässe. Gegen die Schließung, weil dann die Verbindung unterbrochen ist. Moroder: Das ist sie schon, viele Stunden jeden Tag wegen des vielen Verkehrs.

Was kann ladinische Gemeinsamkeit schmieden? Mussner: Wenn Herr Willeit sagt, die Ladins sind die Volkspartei im Sinne von Alleanza Nazionale-Minister La Loggia, dann hat er gezeigt, wovon die Rede ist. Willeit: Nicht im wörtlichen Sinne. Wenn du imstande bist, mich den Faschisten zuzuordnen, dann kann ich dir nur antworten, dass die Faschisten die Einzigen waren, die mit der SVP gegen die Ladiner gestimmt haben. Mussner: Das habe ich ja nicht getan. Die SVP ist nie gegen die Ladiner vorgegangen. Als ich nach einer Lösung auf der Passstraße suchte, hieß es, das täte ich nur wegen der Wahlen. Alles geht auf das Ethnische, Volkspartei und Ladins. Moroder: Auch wenn die Herren nur ungern auf das Thema Umwelt eingehen: Die Zukunft des Tourismus muss uns alle inte-ressieren. Das ist unser aller Reichtum. Dieser Reichtum fußt auf einer intakten Landschaft. Die SVP hat die Interessen der großen Hoteliers mehr unterstützt als die der kleinen. Auch die Ladins unterstützen uns in Umweltfragen zu wenig.

Moderation: Jutta Kußtatscher

 

Stellungnahme der Gesellschaft fuer bedrohte Voelker, dr. Mateo Taibon

Der von außen berufene Florian Mussner meint, er höre "zum ersten Mal", dass ladinische Medien unter Druck gesetzt werden. Offenbar hört sich Mussner beim Telefonieren nicht zu. Ich bin jedenfalls bereit, zu den Versuchen, meine Berichterstattung zu beeinflussen, auch vor Gericht auszusagen.

      Mussner will für die Union Generela Geld aus Belluno abwarten. Damit folgt Mussner der Ideologie jener, die von der SVP immer (mit dem gewohnten Pathos) als minderheitenfeindlich, nationalistisch wenn nicht gar faschistisch hingestellt wurden. Tatsache aber ist, dass von allen Vereinen, die um Beiträge aus Steuergeldern (also unser Geld, nicht der SVP) angesucht haben, nur zwei ausgeschlossen wurden: Die Union Generela di Ladins dla Dolomites und die Uniun Scriturs Ladins Agacins (USLA). Es muss unterstrichen werden, dass unter Landesrat Bruno Hosp nie Beiträge verweigert wurden, die vom ladinischen Kulturbeirat genehmigt waren. An der USLA wurde die Berichterstattung von www.noeles.net bemängelt - die Verweigerung der Unterstützung ist ganz offensichtlich eine Strafe dafür, dass man vom Grundrecht auf Pressefreiheit tatsächlich Gebrauch macht.

      Ladinien war Jahrhunderte lang eine Einheit unter Tirol. Benito Mussolini hat es zwecks rascherer Assimilierung in drei Provinzen aufgeteilt. Dem einzigen Verein, der sich für eine Minderung dieses faschistischen Unrechts engagiert, verweigert Mussner die Unterstützung. Niemand kann behaupten, dass dies kein ideologisches Bekenntnis ist.

      

      Mateo Taibon

 


 
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Re: Cie che i autri scriv: tla FF da en chest'edema (ponc: 1)
da travers ai 23 October 2003 da les 17:46:58
(Infos sun l utilisadour | Ti mané n messaje privat)
" Mussner: Union di Ladins des Gadertales und Grödens haben jeweils 34.000 Euro bekommen. Bei der Union Generela von Belluno, Trient und Bozen, da habe ich mir die Frage erlaubt, ob Belluno auch zahlt. Südtirol hat immer bezahlt, aber Belluno hat in den letzten fünf Jahren an den Verein keine Beiträge gezahlt. "
La cossa sta n puech autramenter: Mussner à tegnù zeruch i scioldi a la Union Generela n prum iade con la vertola che l Alto Adige/Agacins ova scrit zeche che ne fova nia veira (cie à pa chest da en fé con la Union Generela???), n second iade àl lascé a l savei che al vedarà do les lites. L messaje é cler: dedeme la ousc acioche i ruve endò tl govern provinzial, ciuldì che sce i ne ruve nia ite ne podarài nience ves dé i scioldi. Per ladin vuel dì valch de tel: tò per l cul.



Re: Cie che i autri scriv: tla FF da en chest'edema (ponc: 1)
da giatfosch ai 24 October 2003 da les 00:21:11
(Infos sun l utilisadour | Ti mané n messaje privat)
i "Ladins" problems: n ater partì é por Mussner n problem. tlera manifestaziun de na mentalité totalitara, olache al é lerch mâ pur un n partì su.


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